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Die Entstehung von Euba

Über die Anfänge des Ortes Euba ist leider nicht sehr viel und Genaues bekannt. Jedoch kann man einige Rückschlüsse aus der Geschichte von Chemnitz, den umliegenden Orten und Gemeinden auf die Entstehung des Ortes Euba schließen.

1130 - Die Stiftung und Urbarmachung

Kaiser Lothar von Supplinburg (in den Quellen auch als Sipplenburg zu lesen) stiftete am Chemnitzbach ein Benediktinerkloster, das sogenannte Bergkloster. Diesem schenkte er ein Gebiet von 2 Meilen im Umkreis. Dieses Land, menschenleer und dicht bewaldet, wurde von Pegauer Mönchen und Bauern urbargemacht und besiedelt.
Euba lag aber offenbar außerhalb dieser 2 Meilen, da die Bezeichnungen wie der Name Wachtelberg und Hahnebach in der Struth, sowie die gesamte Bauweise der Bauerngüter auf fränkische Ansiedlung hindeuten.

12.Jh - Die Besiedlung

Junge Bauernsöhne aus Franken, Thüringen und Niedersachsen folgten dem Aufruf der Fürsten und Bischöfe, sich durch die Rodung des Waldes Boden urbar zumachen. So erfolgte vermutlich auch die Ansiedlung in Euba, gegeben der natürlichen Umständen entlang des Baches. Der Bach war lebensnotwendig für Mensch und Tier.
Auf diese Weise entstand das typische langgestreckte Dorf.
Fränkische Bauern durften gegen Entrichtung von Zinsen den Boden in Erbpacht behalten.

1250 wurde Euba das erste Mal erwähnt. Euba war ein Waldenburger Lehen, das sich aber bis Altenhain erstreckt haben muß.

1317 - Der Landverkauf

1317 verkaufte ein Ullrich von Iwen (Iwen gleichbedeutend wie Euba - siehe auch die Entstehung des Ortsnamen) sein Lehen (Land) - die Waldung von Altenhain - an das Kloster zu Chemnitz.

Euba war damals dem Archidiakonat Zschillen (Wechselburg) zinspflichtig. Es mußte an den Verwalter von Zschillen für die bischöfliche Schatulle in Meißen jährlich 3 Mark in Silber Steuern bezahlen. Die Archidiakonate waren aus dem Bistum Meißen hervorgegangen, zu welchem die Umgegend Chemnitz gehörte.

1429 - Kriege und Epedemien

Euba blieb auch nicht von Kriegen und Epedemien verschont. 1429 standen Hussitten vor den Toren von Chemnitz. Sie bemühten sich vergeblich in die Stadt einzudringen. Sie rächten sich dann an den umliegenden Ortschaften um Chemnitz. Es ist anzunehmen, daß Euba von diesen Racheakten auch nicht verschont blieb.

16.Jh - Der Landadel

In Euba sollen mehrere Adlige ansässig gewesen sein. Im 16. Jahrhundert lebten hier die Ritter von Staupnitz, von Wesewitz (Wesenick), von Reinsberg und von Klettewitz.
Sie bewohnten die Wasserburg zu Iben (Euba). Diese Burg soll da gestanden haben, wo heute der Dorfteich ist.

1547 - Der Schmalkaldische Krieg

Der Schmalkaldische Krieg - eine schwere Zeit brach an. Viele Einwohner flüchteten und kehrten erst nach Friedensschluß zurück. Ein Teil der Bauerngüter war über 20 Jahre leer. Diese Anwesen wurden dann zu niedrigen Preisen neu verkauft.

1597 / Ende 16.Jh - Goldschürfung in Euba

Es ist amtlich bestätigt, daß man am Ende des 16. Jahrhunderts in Euba Gold gesucht und gefunden hat. 1597 gab es 3 Gewerkschaften (Schürfstellen), Grube Goldener Löwe am Grundbach (Niederdorf), Goldenes Horn im Fuchsgrund, Goldenes Schwert am Hahnebach.

Der Landesherr Christian II. gab 1597 im Vierteljahr 14 Gulden zum Betrieb der Tagebergwerke aus. Es ist bemerkenswert, daß im Jahre 1717 auf Befehl des Kurfursten August für neue Schürfungen , zur Eiben unter dem Adelsberge , eine Summe aus der Schurfgeldkasse bewilligt wurde.

1632/33 - Krieg und die Pest

1632 fiel Wallenstein in Euba ein. Nach Überlieferungen sollen nach Beendigung des Krieges nur noch 3 Bauerngüter und 11 Häuser gestanden haben.

Durch die Kriege und die Pest sollen in Euba mehr als zwei Drittel der Einwohner umgekommen sein. Ort und Einwohner hatten sich so vermindert, daß von Seiten der Kirche 1633 folgendes bestimmt wurde:
... die Pfarrer zu Wiesa (Niederwiesa) in die Rechte und Pflichten der Pfarrer zu Euba treten lassen. ...
als sich aber nach 20 Jahren die Gemeinde um Euba auf 50 Eheleute mit 300 Seelen vermehrt hatte, beschloß man wieder ein eigenes Pfarramt einzurichten.
Der Pfaffensteig, der quer durch die Felder zwischen Niederwiesa und Euba führt soll in dieser 51-jährigen Zeit entstanden sein.

1637/39 - Der 30-jährige Krieg

Euba hatte auch im 30-jährigem Krieg zu leiden. Es wurde berichtet, daß während des Krieges in der Nähe des Beutenberges eine Schlacht geschlagen wurde, die sich von Nieder-Euba bis Hermersdorf (Adelsberg) ausdehnte.
1637/39/40/42 fielen die Schweden in Euba ein.

1840 - Die Wirtschaft Mitte/Ende des 19.Jh

Es werden um 1840 nun schon 40 Bauerngüter genannt, die entlang dem Dorfbach entstanden sind. Nur durch die Rodung der Wälder enstand fruchtbares Ackerland. Die Wälder reichten früher bis an die Gehöfte heran und durch erneuten Holzschlag wurden weitere Ackerflächen geschaffen. Ferner wurde mit dem Holzeinschlag ein Nebenverdienst erwirtschaftet.

200 Steinbrucharbeiter aus Euba arbeiteten um 1880 unter anderem in den 19 Pophyrtuffbrüchen im nahen Zeißigwald am Beutenberg. Aber schon 1903 war dann kaum ein Steinbruch in Betrieb.

Später kam es auch zur Ansiedlung von Leinewebern und Strumpfwirkern. Mangelnder Absatz in Chemnitz und immer größerer Konkurrenzkampf ließ aber auch diese Industrie nicht in Euba zur Blüte kommen.

1840 gab es noch 3 Mühlen in Euba:
  • die untere Mühle - Klitzschmühle (heute Hauptstraße 181)
  • die mittlere Mühle - Hasenmühle (heute Hauptstraße 136)
  • die obere Mühle - Dostmühle, Köhlermühle (heute Hauptstraße 115)

Diese Mühlen waren vor allem Getreidemühlen.
Die Stillegung soll der immer weniger wasserführende Dorfbach gewesen sein. Eine Ursache ist aber auch die sich weiterentwickelnde Technik. Die Wassermühlen konnten nicht mit den aufkommenden Dampfmühlen konkurrieren.

1867 - Einwohner

Euba registrierte eine Einwohnerzahl von 1922 Einwohner.

1870 - Die Steinbrüche

Am Wachtelberg und Bergeshöh wurde Schiefer gebrochen. Bis 1870 lieferten die Brüche einen grauen, etwas schweren aber sehr haltbaren Dachschiefer.

Das 20. Jahrhundert

Die weitere Geschichte der Ortes Euba vollzog sich sehr eng mit der in der Großstadt Chemnitz. So finden wir Parallelen zwischen der gesellschaftliche Entwicklung der Stadt Chemnitz. Die wirtschaftlichen Entwicklung der Industriestadt prägte stark die Struktur eines am Rande liegenden Dorfes. Die Mehrzahl der Arbeiter ging in die Großstadt, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

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